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Warum, lieber Carl, erfinden wir Jemande?

Ein Brief an Carl Stumpf (1848 – 1936)

Dem philosophisch und experimentell arbeitenden Psychologen und Musikwissenschaftler Carl Stumpf schrieb ich 2024 anlässlich der 11. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft.[1] Im Formulieren dieses Briefs begriff ich a) mein anthropologisches trennscharf primäres Forschungsobjekt trennscharf als das natürlich evolvierte Phänomen charakteristisch menschlicher Verstand. Und b) wurde mir schlagartig klar, dass ich (im Fall unserer Spezies selbstverständlich anthropomorphes) animistisches Simulieren für den Kopierprozess kultureller Evolution halte. Erfinden wir in diesem Prozess virtuelle Instanzen? Eben: Jemande?

Erstaunt dich so sehr wie mich, dass Max Planck die erkenntnistheoretische Arbeit eines experimentell arbeitenden Psychologen so beeindruckte, dass er auf’s unbedingte Publizieren dieser Arbeit drängte? Und beeindrucken dich die philosophisch konsequenten, natur- wie geisteswissenschaftlich fundierten Überlegungen von Carl Stumpf – eines Lehrers von Edmund Husserl, von dem ich zuvor nie gehört hatte, ebenfalls?

£££Über den Brief an Carl Stumpf£££

Zum Brief an Carl Stumpf als Text und als Audio

[1] Die Mitglieder der CSG (zu denen seit Mai 2025 auch ich gehöre) arbeiten daran, Carl Stumpfs umfangreiches Werk zu erschlieβen.